Kündigung der Istanbul Konvention durch Recep Tayyip Erdoğan – Frauen in der Türkei werden eines Menschenrechts beraubte

   23. März 2021

 

 

Wir fordern unsere Regierung auf, sich entschlossen und wirksam
der offensichtlichen menschenverachtenden Politik des Recep
Tayyip Erdoğan entgegenzustellen.

Erst beantragt der türkische Präsident Erdoğan das Verbot der HDP
(18.03.2021), dann legt er die digitalen Plattformen an die Kette
(19.03.2021) und in einer Nacht und Nebel Aktion kündigt der türkische
Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Frauenrechts-Konvention
(Istanbul-Konvention) des Europarats auf. (20.03.2021)
In diesem Abkommen der Mitgliedstaaten des Europarats und der anderen
Unterzeichner geht es darum, jeglicher Gewalt gegen Frauen Und
Mädchen durch Gesetze und entsprechende staatliche Einrichtungen
Einhalt zu gebieten.

Dieses Abkommen hat Präsident Erdoğan in Istanbul vor 10 Jahren selbst
unterschrieben.

Die Kündigung durch Erdogan ist für alle, in der Türkei lebenden
Frauen, ein Schlag ins Gesicht!

Diese Frauen sind ab sofort ohne jeglichen Schutz ihrer Justiz.
Sie sind Gewaltausübung an Leib und Seele, besonders auch im
häuslichen Umfeld, ausgeliefert. Sie können geschlagen und sogar getötet
werden! Die Täter werden nicht zur Rechenschaft gezogen!
Herr Recep Tayyip Erdoğan verläßt damit die menschenrechtlich
organisierte Staatengemeinschaft!

Unser Entsetzen darüber kann man nicht beschreiben!
Die Menschenrechte und hier im Besonderen die Rechte der Frauen,
werden in der Türkei von nun an mit Füßen getreten!
Wir unterstützen solidarisch alle Frauen und Mädchen in der
Türkei bei ihrem Kampf um ihre Rechte!
Wir erklären uns solidarisch mit allen demokratischen
Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtlern in der Türkei!

Wir fordern unsere Regierung auf, sich entschlossen und wirksam
der offensichtlichen menschenverachtenden Politik des Recep
Tayyip Erdoğan entgegenzustellen

 

Quelle: AsF Mittelrhein, Pressemitteilung

 

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